Gemeinschaftsgarten São Mateus 2
Hintergrund
Wer sind die wesentlichen Projektfinanzierer?
Rotary Global Grant: R$ 283.063 (€ 65.372)
Folgende Clubs haben den Global Grant initiiert und sind mit ihren Spenden daran beteiligt:
- Rotary Club Agua Rasa, São Paulo (Brasilien)
- Rotary Club Vila Formosa, São Paulo (Brasilien)
- Rotary Club Vila Matilde, São Paulo (Brasilien)
- Rotary Club München – Land, Aying (Deutschland)

SÓ PLANTAR:
R$ 6.500 (€ 1.501)
Zweckgebundene Projektspenden: R$ 26.000 (€ 6.010)
Wann wurde der Nutzungsvertrag geschlossen?
14.06.2017
Mit wem wurde der Nutzungsvertrag geschlossen?
Eletropaulo
Wo befindet sich die Fläche?
Rua Professor José Décio Machado Gaia, 28 – Bairro São Mateus – São Paulo/SP
Wie groß ist die Fläche?
8.400 Quadratmeter
Wie viele Gemeinschaftsgärtner werden die Fläche bewirtschaften?
10
Wann wurde mit der Arbeit an und auf der Fläche begonnen?
02.05.2018
Status
Update
10.08.2018


Heute wurden die ersten Pflanzen auf den ersten Beeten fotografisch dokumentiert. Ziel der ersten Testpflanzung ist, es folgende Fragen zu klären:

Wie wird die Bewässerung durchgeführt? Wie viel Wasser wird benötigt? Wie viel Zeit nimmt die Bewässerung in Anspruch? Wie hoch ist der Personalbedarf?

Inzwischen sind die Stecklinge bestellt. Zusammen mit den ersten Gemeinschaftsgärtnern wird in circa drei Wochen folgendes angepflanzt: Rote Beete, Karotten, Weißkohl, Blumenkohl, Blattkohl, Kiabo, Tomaten, Gurken, Auberginen, Rettich, Peperoni, Rucola, Chicorée, Blattsalat, Kresse, Koriander, Petersilie und Frühlingszwiebeln
Zeitraum
02.05.2018-27.07.2018
Wer hat die Arbeiten im benannten Zeitraum durchgeführt?
Das STÄDTE OHNE HUNGER-Team bestand im benannten Zeitraum aus vier Personen: den drei Landwirtschaftstechnikern Lourinaldo "Naldo" de Freitas, Valdir Francisco de Almeida und José "Oliveira" Alves Primo und Sarah Schmid, einer österreichischen Freiwilligen. Die Aufgaben waren folgendermaßen aufgeteilt: Oliveira unterstützte Naldo bei den Bauarbeiten; Valdir und Sarah übernahmen vorwiegend die Reinigung der Fläche.
Welche Arbeiten wurden im genannten Zeitraum umgesetzt?
In den ersten zwei Wochen stemmte das STÄDTE OHNE HUNGER-Team einen Teil der Mauer, die das Areal umgibt, auf, um ein großes Eingangstor einzubauen, das den Zugang von Fahrzeugen, Lastwagen und Traktoren ermöglicht. Eine Schlosserei wurde mit der Anfertigung eines starken Eisentors beauftragt.

Im ersten Monat wurde zudem das Areal gesäubert. Zunächst mussten der dort hinterlassene Bauschutt und Schrott sowie einige undichte Wassertanks entfernt werden. Außerdem wurden bereits durch den Energieversorger abgeholzte Baumstämme abtransportiert. Das gesamte Material wurde auf entsprechende Deponien gebracht, um es – wenn möglich – zu recyeln.

Anschließend wurde das Gras, das die Fläche zugewuchert hatte, entfernt. Beim Mähen der über einen langen Zeitraum ungenutzten Fläche stellte sich heraus, dass weiterer Schutt unter dem hohen Gras verborgen war. Auch dieser Schutt wurde zum Recycling auf entsprechende Deponien transportiert.

Insgesamt nahm die zum Anlegen eines Gartens erforderliche Reinigung der Fläche mehr als vier Wochen in Anspruch. Im Anschluss wurden Bodenproben genommen. Die Untersuchung hat die Unbedenklichkeit der Böden für eine landwirtschaftliche Nutzung ergeben.

Auch die ersten baulichen Maßnahmen zur Schaffung einer entsprechenden Garteninfrastruktur nahmen einige Zeit in Anspruch. Ein überdachter Bereich (Holzkonstruktion mit einem Dach aus recyclebarem PVC) wurde geschaffen, der Schutz vor Sonne und Regen bietet.

Dieser Bereich kann für Versammlungen und gastronomische Veranstaltungen genutzt werden (ein großer Tisch mit Stühlen ist dort vorgesehen) sowie zur Durchführung wissenschaftlicher Projekte (ein Internetzugang ist vorgesehen).

Zudem wurde mit dem Bau eines Lagerraums für die im Garten genutzten Maschinen, Werkzeuge und Pflanzmaterialien begonnen.

Die Planungsphase für eine Gemüsewaschstation wurde abgeschlossen: Diese wird aus einem Waschbereich mit zwei großen Waschbecken und einer perforierten Ablage aus rostfreiem Stahl bestehen, auf der das Gemüse auf natürliche Weise trocknet.

Erste bauliche Maßnahmen für jeweils einen behindertengerechten Hygienebereich (Männer/Frauen) mit Duschen, Waschbecken, Spiegeln und Spinden zur Aufbewahrung von Kleidung wurden durchgeführt.

Innerhalb des Gartens wurde ein großer Kompostbereich geschaffen: Dazu wurde eine erhöhte Holzkonstruktion gebaut. Mehr als 300 Säcke Vogelmist und 800 Säcke Pferdemist wurden dort deponiert. Um das Kompostiermaterial vor Regen und Sonne zu schützen, wird zeitnah ein Dach über die Holzkonstruktion gebaut. An diesem Standort soll zukünftig das gesamte Kompostiermaterial für die urbanen Gärten von STÄDTE OHNE HUNGER gelagert werden. Auf diese Weise kann die Verwendung kontrollieren werden. Zudem kann verhindern werden, dass die Kompostiermaterialien unsachgemäß hergestellt wird.

Zwischen dem 15. und 27. Juli 2018 begannen das STÄDTE OHNE HUNGER-Team mit der Bodenbearbeitung. Zunächst wurde eine große Menge organischen Materials (Vogel- und Pferdemist) zur Düngung in den Boden eingebracht. Das Team verteilte zudem große Mengen landwirtschaftlichen Kalksteins auf dem gesamten Areal, um die Bodenazidität zu korrigieren. Anschließend wurde ein Mulifunktionstraktor angemietet, um den Boden zu pflügen, das organische Material tiefer in den Boden einzubringen und schließlich die Beete anzulegen.

In der vergangenen Woche haben Valdir und Sarah die Beete geteilt und die Zugänge zwischen den Beeten angelegt.
Was musste gekauft werden?
1. Für die Bauarbeiten Zement, Sand, Eisenstangen, Zementblöcke, Ziegel, recycelbares PVC-Dach, Farbe, Eisengitter, Eisentüren, großes Eingangstor, Spülbecken zum Waschen von Gemüse, hydraulische und elektrische Elemente für den Hygienebereich, Toiletten und Waschbecken, Türen für die WCs
2. Für den Garten Landwirtschaftlicher Kalkstein, Samen, Setzlinge, Vogel- und Pferdemist, Traktormiete, Benzin
Wie hoch waren die Kosten dafür?
1. Für die Bauarbeiten € 4.550
2. Für den Garten € 12.055
Was sind die nächsten Schritte?
1. Fertigstellung der Bauarbeiten
2. Auswahl von Gemeinschaftsgärtnern für diese Fläche
3. Qualifizierung der Gemeinschaftsgärtner
4. Erneute oberflächliche Düngen aller Beete mit organischem Kompost und landwirtschaftlichem Kalkstein
5. Beginn der Bepflanzung
6. Aufbau von Partnerschaften zur Vermarktung der Erzeugnisse
7. Kauf von Werkzeugen, Materialien und Ausrüstung (gemäß Rotary Foundation-Projektantrag)
Wann werden diese Schritte umgesetzt?
In den kommenden drei Monate.
Impressionen
STÄDTE OHNE HUNGER Deutschland e. V.
Über den Förderverein STÄDTE OHNE HUNGER Deutschland e. V.


STÄDTE OHNE HUNGER Deutschland e. V. ist ein im Vereinsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg eingetragener Förderverein, der der finanziellen und ideellen Förderung der brasilianischen Organisation CIDADES SEM FOME (STÄDTE OHNE HUNGER) dient.

CIDADES SEM FOME ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO), die nachhaltige Agrarprojekte im urbanen und ländlichen Raum auf Basis ökologischer Landwirtschaft aufbaut. Ziel der in São Paulo ansässigen Organisation ist es, Menschen in prekären Lebenssituationen in die Lage zu versetzen, durch die Projektteilnahme ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften und die Ernährungssituation von Erwachsenen und Kindern zu verbessern.

Der Förderverein STÄDTE OHNE HUNGER Deutschland e. V. mit Sitz in Berlin verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke und ist dazu berechtigt, Spendenbescheinigungen auszustellen.
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